Die Serpentine zählt zu den vielseitigsten Hindernissen im Extreme Trail. Durch die zahlreichen Kurven und Richtungswechsel wird das Pferd dazu angeregt, seinen Körper bewusst einzusetzen, sich auszubalancieren und aufmerksam auf die Hilfen des Menschen zu reagieren. Gleichzeitig verbessert die Serpentine die Fähigkeit des Menschen, klare Linien vorzugeben und das Pferd präzise durch unterschiedliche Wegführungen zu begleiten. Ziel ist ein ruhiges, flüssiges und harmonisches Miteinander ohne Hektik oder Überforderung. 

Wirkung auf das Pferd

Körperlich

  • Aktivierung der seitlichen Rumpf- und Bauchmuskulatur
  • Verbesserung der Wirbelsäulenbeweglichkeit
  • Förderung der Lastaufnahme der Hinterhand
  • Verbesserung von Balance und Gleichgewicht
  • Erhöhung der Trittsicherheit
  • Förderung der Biegsamkeit
  • Lockerung des gesamten Körpers
  • Verbesserung der Koordination
  • Förderung einer gleichmäßigen Schrittmechanik
  • Verbesserung des Körperbewusstseins

Mental

  • Förderung von Geduld und Ruhe
  • Verbesserung der Konzentration
  • Steigerung der Aufmerksamkeit
  • Entwicklung von Vertrauen in die Führung des Menschen
  • Förderung der Lern- und Anpassungsfähigkeit


Kommunikation Pferd & Mensch

Mensch

  • Verbesserung der Schulterkontrolle
  • Präzisere Linienführung
  • Besseres Timing der Hilfen
  • Höhere Achtsamkeit für Bewegungsabläufe und Körpersprache

Pferd

  • Verbesserte Aufmerksamkeit gegenüber Richtungswechseln
  • Schnellere Reaktion auf feine Hilfen
  • Bessere Orientierung am Menschen
  • Förderung von Geraderichtung und Balance



**TIPP**

Arbeite stets in einem langsamen und kontrollierten Tempo. Die Serpentine soll das Pferd gymnastizieren und nicht überfordern. Viele kurze Pausen und häufiges Loben helfen dem Pferd, motiviert und konzentriert zu bleiben. Ziel ist es, die Zeit im Hindernis schrittweise zu verlängern und die Aufgaben langsam anspruchsvoller zu gestalten.
Sollte dein Pferd hektisch werden- halte an!


Level 1 – Einfache Linien

Nutze zunächst einfache und übersichtliche Wege mit wenigen Wendungen. Das Pferd soll lernen, den vorgegebenen Linien entspannt zu folgen und sich auf die Richtungswechsel einzulassen.

Level 3 – Fließender Parcours

Verbinde verschiedene Wege, Handwechsel und Bögen zu einem zusammenhängenden Ablauf. Das Pferd bleibt dabei ruhig, aufmerksam und jederzeit ansprechbar.

Level 2 – Schwierigkeit steigern

Verändere die Wegführung und integriere engere Bögen oder zusätzliche Wendungen. Anfangs dürfen dieselben Wege mehrfach wiederholt werden, damit das Pferd Sicherheit entwickeln kann.

Level 4 – Aufmerksamkeit & Neustart

Während der Arbeit in der Serpentine wird das Pferd an verschiedenen Stellen angehalten. Ziel ist es, dass das Pferd ruhig, gerade und aufmerksam stehen bleibt. Nach einer kurzen Pause wird gemeinsam wieder entspannt angetreten und die Linienführung fortgesetzt.